Die Enquete-Kommission Bürokratieabbau des Bayerischen Landtags hat unter dem Vorsitz von Steffen Vogel neue Handlungsempfehlungen für den Bereich Wissenschaft und Forschung vorgelegt. Die Vorschläge zielen darauf ab, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mehr Zeit für Forschung und Lehre zu ermöglichen, indem bürokratische Hürden abgebaut werden. Die Kommission schlägt vor, ein bayerisches Best-Practice-System für den Wissenschafts- und Kulturbereich zu installieren, inklusive eines digitalen Backoffice für Verbesserungsvorschläge von Hochschulen und Ministerien. Weiterhin soll der Bürokratieabbau als kontinuierliche Steuerungsaufgabe etabliert werden, mit Transparenz über Bürokratiekosten auf allen Ebenen und partizipativer Einbindung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Steffen Vogel, Vorsitzender der Enquete-Kommission Bürokratieabbau:„Entbürokratisierung funktioniert nur, wenn die gesamte Wissenschafts- und Kulturverwaltung eine entsprechende Einstellung besitzt und vorlebt. Wir brauchen eine Kultur des Ermöglichens statt des Verhinderns: Chancen sollten betont und Fehler als Chance zum Lernen, für Innovation und zur Optimierung verstanden werden. Nur so schaffen wir den mentalen Wandel, der echten Bürokratieabbau erst möglich macht.“
Peter Tomaschko, Mitglied der Enquete-Kommission Bürokratieabbau:
„Diese Empfehlungen sind ein Meilenstein für Bayerns Wissenschaftsstandort. Wenn wir Verfahren digitalisieren, Doppelstrukturen abbauen und den Formularzwang deutlich reduzieren, schaffen wir Freiräume für Spitzenforschung und exzellente Lehre. Das ist ein klares Zukunftsprogramm für unsere Hochschulen und Forschungseinrichtungen – genau diese Entlastung braucht Bayern, um im internationalen Wettbewerb weiterhin in der ersten Liga zu spielen.“
Robert Brannekämper, wissenschaftspolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion:
„Unsere Hochschulen brauchen Freiräume für Forschung und Lehre statt Formulare. Mit den Empfehlungen der Enquete-Kommission liefern wir einen konkreten Fahrplan, wie eine moderne Wissenschaftsverwaltung und zeitgemäßes Hochschulmanagement sowie weniger Berichtspflichten den Alltag in Forschung und Lehre spürbar entlasten können. Das Ziel ist klar: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollen ihre Zeit in Hörsälen und Laboren verbringen und sich nicht mit Bürokratie herumschlagen müssen.“
Die beschlossenen Handlungsempfehlungen finden Sie anbei.
